Wandern
Die Vorburg Untermontani
Die Ruine Untermontani am Eingang des Martelltals
Untermontani liegt etwa 30 Meter unterhalb der Burg Obermontani im Ort Morter, welcher zu Gemeinde Latsch gehört. Die Ruine liegt auf einen langgezogenen Felsen, der sich zungenförmig vom Martelltal aus Richtung Etschtalerstreckt.
Die Geschichte von Untermontani
Es geht nirgends hervor, wann genau Untermontani erbaut wurde, jedoch wird vermutet, dass diese als Vorburg von Obermontani galt und somit ebenso gegen Mitte bis Ende des 13 Jhr. fertig gestellt wurde. Als Vorburg wurde jene Anlage bezeichnet, die nötig war um die Burgbewohner zu versorgen. Bauherren waren die Herren von Montalban, ein welfisches Adelsgeschlecht welches zu den Dienstmannen der Grafen von Tirol zählte. 1355 wurde die Burg an Heinrich von Annenberg verkauft, der den damals noch freistehenden Turm ausbauen ließ. Untermontani wechselte mehrfach die Besitzer, bis sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Grafen von Mohr als Eigentümer rühmen durften. Im Laufe der Zeit verlor die Burg an Bedeutung und der Verfall konnte nicht aufgehalten werden. Die Plima, ein Bach welcher vom Martelltal Richtung Etsch fließt, unterspülte im 19. Jhr. die gesamte Böschung, darauf hin stürzten Teile des Palas und die Ringmauer ein. Seit 1945 und dem teilweisen Einsturz des Bergfrieds, ist Untermontani nur mehr eine Ruine.
Die Burg Obermontani bei Morter
Oberhalb von der kleinen Ortschaft Morter bei Latsch und direkt am Eingang in das schöne Martelltal, bekannt für seine Erdbeeren, liegt die hochmittelalterliche Burg Obermontani. Ein Burggraben war aufgrund der Lage und der Bauart der Burg nicht notwendig, eine große Ringmauer schütze die Burganlage. Die Wohnräume befanden sich im Turm zur Talseite und in dem Wohnturm auf der Bergseite.
Die Geschichte von Obermontani
Im Jahre 1228 wurde die Burg Obermontani von Graf Albert III von Tirol auf dem Gebiet der Bischöfe von Chur errichtet, 1299 wurden die Grafen von Montani Eigentümer der Burg, in deren Besitz sie sich auch bis 1614 befand. Nach dem Aussterben der Montani ging die Burg in den Besitz der Grafen von Mohr über. Als 1833 der letzte Graf von Mohr starb, stand Obermontani leer und wurde 7 Jahre später (1839) an einen Bauern verkauft, der das Inventar der noch bewohnbaren Burg veräußerte und das Gebäude verfallen ließ. Gegen Ende des 20 Jahrhundert belebte einige Jahre eine Falknerei die leeren Gemäuer und 2009 ging die Burg von der Republik Italien in das Eigentum der Provinz Südtirol und die Verwaltung zum Denkmalamt Bozen über. Die Witterung macht dem Gebäude schwer zu schaffen und ein Verfall ist zunehmend sichtbar, aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr ist die Burg auch nicht mehr zugänglich.
Das Nibelungenlied
Eine wichtige Bedeutung erzielte die Burg, als man dort eine Original-Handschrift des Niebelungenliedes aus dem Jahre 1323 gefunden hat. Dieses Unikat wird heute in der Staatsbibliothek von Berlin aufbewahrt.
Etwa 30 Meter unterhalb von Obermontani liegt die Burg Untermontani, welche ebenso unbewohnt ist und nicht mehr besichtigt werden kann, doch an beiden Burgen führen aussichtsreiche Wander- und Biketouren vorbei.
Apfelblüte im Vinschgau
Ein Schauspiel der besonderen Art
Wenn der Frühling im April den Vinschgau erreicht, legt sich ein farbenfrohes Blütenmeer über das sonnenreiche Tal im Westen Südtirols. Nun öffnen sich die zarten rosa Knospen der Apfelbäume und strecken sich den wärmenden Sonnenstrahlen entgegen. Besonders faszinierend ist zu dieser Zeit der Kontrast zwischen den hohen Berggipfeln, welche teilweise noch mit weißem Puderschnee bedeckt sind und dem sonnenverwöhnten Talboden, welcher durch seine malerische Blütenpracht fasziniert.
Hier geben sich Genusswanderer und Radfahrer der landschaftlichen Schönheit hin und entdecken die zahlreichen Routen und Touren durch das sonnenreiche „Tal der Äpfel“. Ein Schauspiel der besonderen Art können Frühaufsteher am frühen Morgen beobachten, die sogenannte „Eisblüte“ bietet ein beeindruckendes Landschaftsbild, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Apfelwiesen wärmen.
Um die zarten Blüten vor klirrender Kälte zu schützen, werden Sie noch am Abend frostberegnet, somit bildet sich eine schützende Hülle aus Eis um die Blüten, welche in der Morgensonne ein glitzerndes Schauspiel bietet. Die Apfelblüte dauert im Vinschgau meist von Mitte bis Ende April.
Apfelblütenwoche im Hotel Paradies
Genießen Sie erholsame Momente in Latsch im Hotel Paradies, das Hotel lädt vom 14. bis 29. April 2012 in eine blütenreiche Landschaft im Vinschgau ein. In diesem Zeitraum können sich Gäste auf das Angebot „Apfelblütenwoche“ freuen, wobei allerlei Extras und ein Aufenthalt im Wohlfühlzimmer Morgentau geboten werden. Unter anderem enthält das Angebot eine Apfelblütenwanderung durch die Apfelgärten rund um Latsch! Entdecken und erleben Sie die Apfelblütenwoche Vinschgau bei Ihrem Frühlingsurlaub in Südtirol auf der Sonnenseite der Alpen…
Schneeschuhwandern im Martelltal
Winterfreuden im Vinschgau
Das Schneeschuhwandern erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei sind Schneeschuhe bereits in der Steinzeit, vor allem bei der Jagd im alpinen Winter zum Einsatz gekommen.
Heutzutage kann man von einem Trendsport sprechen, der Wintersportler eine Abwechslung zum alpinen Skifahren oder Langlaufen bietet, und der von jedermann ausgeführt werden kann. Man genießt die winterliche Ruhe, die schneebedeckte Landschaft und hat somit genügend Zeit, Fauna und Flora zu beobachten.
Im Vinschgauer Martelltal gibt es zahlreiche Schneeschuhwanderwege, die man mit ausgebildeten Bergführern, aber auch alleine oder mit Freunden erkunden kann.
Meine Tour führte mich am letzten Wochenende zur alten Staumauer. Vom Talschluß nimmt man den Weg 37 Richtung Ultner Markt. In mittelsteilem Gelände bewegt man sich durch traumhafte Lärchenwälder durch tief verschneite Hänge hoch bis zur Staumauer. Der Anstieg beträgt ca. 350 Höhenmeter und ist für jedermann leicht in einer Nachmittagstour zu schaffen.
Angelangt an der Staumauer verweilte ich nur kurz um einen Schluck Tee zu trinken und einen Bissen von der Kaminwurzn zu essen, aber der eisige Nordwind lud nicht zum rasten ein. So machte ich mich auf den Rückweg über die tiefverschneite Zufallhütte, durch den wunderbaren Lärchenwald retour zum Parkplatz.
Im Tal angelangt habe ich mir dann noch die Ruine des Hotels Paradiso Cevedale angesehen. Dieser Bau aus den 30er Jahren wurde nur kurze Zeit als Hotel betrieben, ehe es nach dem Krieg wieder geschlossen wurde.
Das Schneeschuhwandern ist ein ausgezeichneter Ausgleichssport und kann wirklich jedem weiterempfohlen werden.
Das Winterparadies Vinschgau bietet hier jedenfalls die besten Möglichkeiten.





