Archiv für März 2012
Das Vinschger Paarl
Das Vinschger Paarl – typische Südtiroler Brotspezialität
So wie das Südtiroler Schüttelbrot, so gehört auch das Vinschger Paarl oder auch Vinschgerl genannt, zu den traditionellen Südtiroler Brotspezialitäten.
Hergestellt wird das zwei bis drei cm dicke Paarl aus Roggen-Weizen-Sauerteig und Hefe. Diese flache Form begünstigt den hohen Krustenanteil und die Gewürzmischung von Klee, Koriander, Fenchel und Kümmel erinnert an Curry. Traditionell werden die Vinschgerl Paarl zusammenhängend als Paar gebacken, daher auch der Name und durch den hohen Roggenteil im Paarl, bleibt dieses auch für mehrere Tage frisch und eignet sich daher hervorragend als Proviant bei einer Südtiroler Wanderung!
Rezept für die Herstellung eines Vinschger Paarls
Für den Vorteig: 220 g Roggenmehl – 200 ml Wasser 30 °C – 5 g Hefe
Die Urlärchen im Ultental
Das Ultental – eines der ursprünglichsten Täler Südtirols
Die Einfahrt in das Ultental befindet sich in Lana, südlich von Meran, ca. 30 km vom Wanderhotel Paradies entfernt. Das Ultental gehört zu den ursprünglichsten Tälern Südtirols und zählt 4 Gemeinden: St. Pankraz, St. Walburg, St. Nikolaus und St. Gertraud. Viele Bergseen und, bewaldete Hänge, schöne Almen und urige alte Bauernhöfe machen das Tal so einzigartig. Ein Teil des Ultentals gehört zum Nationalpark Stilfserjoch und steht somit unter Schutz.
Die Ultentaler Urlärchen, die ältesten Nadelbäume Europas
Bei St. Gertraud auf 1.430 m im hinteren Ultental, liegen diese drei Lärchen, die als die ältesten Lärchen Europas bezeichnet werden. Das etwas morsche Innere der Urlärchen macht eine genaue Altersangabe schwierig, jedoch sollen sie über 2.000 Jahre alt sein, somit hätten die Lärchen also bereits 70 Generationen überlebt. 1930 stürzte eine Lärche um, an dieser wurden 2.000 Jahresringe gezählt. Der dickste Stamm misst einen Umfang von 8 Metern und alle 3 Bäume sind über 35 h hoch, einer der Gipfel ist von einem Blitzschlag zerstört worden.
Die Lärche – der nur im Sommer grüne Nadelbaum
Die Lärche gehört zu den Kiefergewächsen und ist der einzige Nadelbaum in Europa, der nur im Sommer grün ist und im Winter die Nadeln verliert. Früher wurde das in Bohrlöchern gesammelte Lärchenharz entnommen und als Rohstoff an die Industrie geliefert oder als Volksheilmittel verwendet. Die trockenheitsresistente europäische Lärche erreicht eine Höhe von ca. 40 Metern und gedeiht im Alpenraum bis an die Baumgrenze.
Das Ultental ist ein ebenso schönes Tal wie das Vinschger Martelltal. Beide Täler bieten eine beeindruckende Bergkulisse und tolle Wandermöglichkeiten. wobei das Martelltal auch zu den größten Erdbeerenanbaugebieten Europas gehört.
Der Brauch des Eierfärbens zu Ostern
Wieso werden zu Ostern eigentlich Eier gefärbt?
Die Osterzeit rückt auch im Familienhotel Paradies näher! Ob mit kräftigen Farben, feinen Pastelltönen oder klassisch mit Naturfarben das Färben von gekochten Hühnereiern ist zu Ostern eine weit verbreitete Tradition. Aber nicht nur essbare Eier werden gefärbt, auch werden Ostereier aus verschiedensten Materialien wie Pappe, Gips, Holz oder Kunststoff gefertigt um dann kunstvoll bemalt und verziert zu werden. Die Tradition des Färbens ist ein weit verbreiteter christlicher Brauch, der von Russland bis Mitteleuropa in den gesamten Mittelmeerraumhinein bekannt ist.
Das Ei als Symbol für Ostern
Als jeher gilt das Ei als Fruchtbarkeitssymbol und als Zeichen des Sieges des Lebens über den Tod. Bereits im Urchristentum wurde den Toten ein Ei mit ins Grab gelegt: ein Ei ist verschlossen wie ein Grab aber in dem Ei gibt es ein Leben, so wird die Beziehung zur Auferstehung Christi und die Verbindung zwischen Ei und Ostern erklärbar. Eier waren auch schon immer wichtige Nahrungsmittel und wurden daher oft als Zahlungsmittel für Schulden genutzt. Im Mittelalter war Ostern ein fixer Zahlungstermin für die Pacht von Land an die Grundherren, oft wurde diese Pacht mit Eiern bezahlt.
Der Brauch des Eierfärbens
In der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern verzichten viele Katholiken und auch Orthodoxen auf Fleisch. Früher wurden in dieser Zeit auch keine anderen tierische Produkte, wie zum Beispiel Eier, verzehrt. Die Hühner legten natürlich auch in der Fastenzeit Eier, die dann eingelagert und aufbewahrt wurden. Mit großer Vorfreude wurden dann diese Eier gefärbt, in der Kirche geweiht und oft als Geschenke verteilt. Wir im Familienhotel Paradies finden diesen Brauch schön und freuen uns schon auf Ostern!
Sind die Ostertage dann vorbei, dann können wir uns schon auf weitere Frühlingsfestage wie Pfingsten gegen Ende Mai und Fronleichman freuen!








